Brustverkleinerung / Bruststraffung

Bei einer Brustverkleinerung oder Bruststraffung tauscht man seine hängende Brust ein gegen eine kleinere Brust in guter Position, jedoch mit Narben. Die Herausforderung für den Chirurgen ist es dabei, ein Ergebnis mit möglichst wenigen Narben zu erreichen (short scar technique).

Techniken zur Bruststraffung/Reduktion

Für die Reduktion oder Straffung der Brust gibt es verschiedene Techniken: Eine Technik beendet den um die Brustwarze herum geführten Schnitt darunter mit einer ankerförmigen Narbe. Andere enden unterhalb der Brustwarze mit einem S- oder L-Schnitt, wieder andere zeigen nur eine vertikale Narbe. Wenn nur eine minimale Straffung erforderlich ist, kommt man sogar mit nur einem Schnitt um die Brustwarze aus, dessen Vernarbung im günstigsten Fall kaum zu erkennen ist.

Ich bevorzuge die Methode, die mit einer Narbe um die Brustwarze und einer vertikalen Narbe zwischen Brustwarze und Umschlagfalte endet (Lassus-Methode).

Verlauf der OP

Die meisten dieser Operationen führe ich unter lokaler Betäubung durch, was für die Patientin - besonders postoperativ - deutlich angenehmer ist als eine Vollnarkose. Am Tag der Operation wird eine fotografische Dokumentation durchgeführt. Nach einer weiteren Besprechung zeichne ich Markierungspunkte und Schnittführung auf die Brust. Auf dem OP-Tisch werden Sie überwachungsmäßig angeschlossen für Blutdruckmessung, EKG, Sauerstoff-Sättigung und Puls. Es wird eine Infusion gelegt, über die Sie zuerst eine einmalige Dosis Antibiotika erhalten (single shot). Es wird Ihnen ein starkes Schmerzmittel verabreicht (semisynthetisches Morphin) und ein Beruhigungsmittel (Diazepam). Danach sind Sie in einer Art Dämmerschlaf. Das Brustareal wird mit einem lokalen Betäubungsmittel (Xylonest) unterspritzt.

Für die benötige ich etwa eineinhalb bis zwei Stunden. Dabei wird eine Drainage in das Operationsgebiet eingelegt, die nach außen mit einer Unterdruckflasche verbunden ist. Ich empfehle, dass Sie anschließend eine Nacht in der Klinik bleiben. In der Regel wird schon am nächsten Tag die Drainage entfernt.

Nach etwa 10 Tagen sehe ich Sie dann wieder, um das Nahtmaterial zu entfernen. Bei Besonderheiten bin ich selbstverständlich auch vorher jederzeit für Sie da.

Risiken

Bei einer ästhetischen Operation gibt es keine Erfolgsgarantie. Ein angestrebtes ästhetisches Ergebnis kann nicht garantiert werden.

Die Risiken sind: Blutungen, Infektionen, Asymmetrie (Ungleichmäßigkeit), Verlust der Stillfähigkeit, Verlust der Brustwarzensensibilität, Narbenhypertrophie, Wundheilverzögerung und die Notwendigkeit einer Nachoperation.

Diese Risiken vermindern sich freilich weiter, je erfahrener und talentierter der Chirurg ist.

Bilder

In Deutschland ist aus rechtlichen Gründen die Gegenüberstellung von Vergleichsbildern vorher–nachher vor Kontaktaufnahme mit dem Arzt nicht erlaubt.

Gerne zeige ich Ihnen jedoch auf Anfrage oder anlässlich eines Beratungsgesprächs in meiner Praxis ausführliche Bildsequenzen von Zuständen vor und nach den Operationen, die ich Ihnen dann auch umfassend erläutern kann.

Unter den hier gezeigten Bildern finden Sie nur eine kurze Beschreibung der Operation und Operationstechnik:

(Bilder in Kürze)